Gartenkunst-Museum

Raum 20 / Der Volksgarten

 

Bild: Raum 20

Über Jahrhunderte war der Zugang zu den Gärten begrenzt. Meist waren es die Besitzer, die darüber entschieden, wer die Anlage betreten durfte und wem man den Zutritt verwehrte. Im 18. Jahrhundert begannen die Fürstenhäuser ihre Residenzgärten zu öffnen und den Untertanen zugänglich zu machen. Mit der Aufklärung verbreitete sich die Absicht, Gärten anlegen zu lassen, die von vornherein für die Öffentlichkeit bestimmt waren.

Benjamin Thompson (1753-1814), der geistige Vater des Englischen Gartens in München, forderte: "Mein Werk soll nicht bloß einem Stande, sondern dem ganzen Volke zu gute kommen." Die Natur sollte eine moralisch-sittliche Wirkung entfalten und zur Annäherung aller Stände führen. Auch der Gartenkünstler Friedrich Ludwig Sckell (1750-1823) bekannte sich zu diesem Programm. Auf ihn geht die Gestaltung des Englischen Gartens zurück.


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